TRAUMSPIELE

Sketches by August Strindberg

Luzerner Theatre, Lucern/Switzerland


NOW ACTING IS INSPIRED BY POWER OF DREAMS MAGIC OF CHAOS: UKRAINIAN THEATRICAL MYSTIC ANDRIY ZHOLDAK IS STAGING STRINDBERG’S “PHANTASMAGORIES” IN LUCERNE

    Whatever other case may be, somnambulistic technique is adopted from Strindberg. In 1902 a year later after Freud “Oneiromancy” he wrote in introduction to his “Phantasmagories”: “I tried to recreate illogical while formally correct pattern of our dreams. Where everything can happen, everything is possible and has its justification. Where there is no time limits or space extent; on slightly outlined background of reality fantasy weaves its fibers and creates new ornament; blend of memories, experiences, fictions, unreasonable and improvisation”.

     Strindberg’s “Phantasmagoria” has already served as a baseground for highest art achievements to such directors-mystics as Ingmar Bergmann and theatrical magicians as Axel Manthey or Robert Lrpage. Zholdak takes his art further. To him territory of dreams is his own reality and theater – not a device for illusions making but stimulus from another word. He combines surrealistic phantasmagories starting from De Chirico and ending with Bunuel with avant-guard theater traditions taking from Meyerhold to Artaud. And while doing this he discovers maybe not a philosophers’ stone but golden images beautiful as dreams may be. Curtain, music, lemur and robots but dead bodies are still alive, electrified with wildly dangerous energy.

Dramatic Sript                              Andriy Zholdak
Inspired by an article by                 Barbara Lehman

Direction                                     Andriy Zholdak

Scenography and costumes             Andrey Schlippe, Andriy Zholdak

music design                                Andriy Zholdak

Dramaturgy                                 Heike Durscheid, Anke Zimmermann

Light                                           Gerard Cleven

 

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Andriy Zholdak

Reflektionen und Kommentare des ukrainischen Regisseurs und Direktors des Staatlichen Schewtschenko-Theaters in Charkiw während der Proben zu «Traumspiele»

«Meine Inszenierungen sind immer wieder wie eine Reise. Mit ungewissem Ausgang.»

«In dieser Arbeit hier in Luzerner verfolge ich unterschiedlichste Sujets und verschiedene Linien. Das interessiert mich. Manche dieser Linien werden in meiner Inszenierung unvermittelt abbrechen, andere fügen sich zu einer Geschichte zusammen.» 

«Es braucht viele, viele Skizzen, damit ich, wie in einem guten Roman, eine Linie aufbauen kann, so dass sich Kapitel an Kapitel schliesst.»

«Ich bin überzeugt davon, dass Theaterzuschauer eine Aufführung eher mit dem Instinkt als mit den Augen verfolgen.Sie interessieren sich weniger für die Inszenierung, als für die Energie.»

«Stellt Euch vor, dass Ihr Wasser seid, das mit Asphalt zugedeckt ist. Und dass dieses Wasser durch den Asphalt durch will. Jemand hat ein Loch in den Asphalt gebohrt und Ihr seid das Wasser, das dort heraus bricht. Diese Energie will ich!» (zu den Schauspielern)

«Mit meiner Arbeit springe ich immer ins eiskalte Wasser. Oder ins kochend heisse. Das unangenehmste für mich ist eine mittlere Temperatur. Scheisse ist lauwarm.»

«Ich arbeite immer intuitiv.»

«Ich inspiriere mich am Spiel der Schauspieler und entwickle so meine Ideen weiter.»

«Der Geruch des Schauspielers ist wichtig für mich. Ich folge diesem Geruch und je mehr mich ein Schauspieler provoziert, desto mehr kann ich ihm geben.»

«Es ist wichtig bei den Proben, dass die Schauspieler mit sauberen Farben arbeiten. Klare Farben werden vom Herzen, von den Genitalien genommen. Wenn etwas gelb ist, ist es gelb, wenn etwas schwarz ist, ist es schwarz. Wenn du ein Hund bist, dann bist du ein Hund.»

«Ihr seid ein Stück weisses Papier, da schreibt Ihr drauf, auf Euren Körper. Dann radiert Ihr es aus und beschreibt das gleiche Papier noch einmal. Dann wieder ausradieren, dann wieder beschreiben. So lange, bis ein Loch rein kommt. Nehmt nicht immer wieder ein neues Papier! Die Erinnerung an das Vorangegangene muss da sein, zwar ausradiert, aber da.» (zu den Schauspielern)

«Für mich ist es das grösste Kompliment, zu sagen, dass ein Schauspieler künstlich ist.»

«Die Stille ist sehr wichtig im Theater. In dieser Stille findet der Austausch von geheimen Informationen zwischen dem Schauspieler und den Zuschauern statt.»

«Zeigt dem Zuschauer nicht, dass Ihr jetzt einen Bösen oder Guten spielt, gebt ihm Raum für seine Fantasie. Ihr müsst das Geheimnis bewahren!» (zu den Schauspielern)

 

Traumspiele

 Alle nicht geborenen Träume dieser verlorenen Nacht nehmen Gestalt an, nebelhafte, mystische, luftige Gestalt; die ganze Mitteilungsgabe eines unterdrückten Talents ergeht sich in Visionen.

In meinen Augen wird das Laboratorium eine Vision meiner überreizten Sinne, der Tempel eines ungeheuren Gelages mit vielfachen Eindrücken. 

Siehst du, Träumer, so etwas hat dein Gehirn niemals zusammen träumen können, und du schwatztest noch von der kalten Wirklichkeit.

 August Strindberg

2005

— 12 February 2005


36

 

1h 40 min

without intermission


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